Deutschland ist reich an Gebirgen und Landschaften. Von den Alpen bis zum Harz gibt es unzählige Möglichkeiten zum Wandern, Klettern oder Entspannen. Viele Gipfel beeindrucken durch ihre Höhe, ihre Lage und ihre Geschichte. Besonders im Süden locken die Alpen mit ihren steilen Wänden, Gletschern und Panoramen. Aber auch Mittelgebirge wie der Harz, das Rothaargebirge oder die Rhön bieten eindrucksvolle Erlebnisse.
Inhaltsverzeichnis:
- Zugspitze mit drei Gletschern
- Brocken im Harz
- Watzmann in den Berchtesgadener Alpen
- Drachenfels am Rhein
- Großer Arber im Bayerischen Wald
- Wendelstein mit Kirche und Höhle
- Rubihorn im Allgäu
- Hoher Iseler mit Wasserfällen
- Fichtelberg in Sachsen
- Wasserkuppe in Hessen
- Kahler Asten im Rothaargebirge
- Kampenwand im Chiemgau
- Herzogstand bei München
Zugspitze mit drei Gletschern
Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern der höchste Berg Deutschlands. Sie erhebt sich im Wettersteingebirge an der Grenze zu Tirol. Der Gipfel ist durch die Bahn von Garmisch-Partenkirchen bequem erreichbar. Wer wandert, benötigt für den Aufstieg etwa einen Tag.
Besonders markant sind die drei Gletscher:
- Höllentalferner
- Südlicher Schneeferner
- Nördlicher Schneeferner
Der Höllentalferner ist durch seine geschützte Lage weniger von der Schmelze betroffen. Geführte Touren bieten Erlebniswege und sogar Rodelmöglichkeiten.
Brocken im Harz
Mit 1.141 Metern ist der Brocken der höchste Berg Norddeutschlands. Trotz der vergleichsweise geringen Höhe herrschen dort extreme Wetterbedingungen. Stürme und Nebel prägen die Landschaft. Nur selten gibt es klare Sicht, doch an guten Tagen reicht der Blick bis zu 224 km weit.
Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt mit der historischen Brockenbahn. Sie startet in Drei Annen Hohne, dauert 50 Minuten und führt über Schierke bis auf den Gipfel. Dort erwarten Besucher zahlreiche Wanderwege durch den Harz.
Watzmann in den Berchtesgadener Alpen
Der Watzmann ist mit 2.713 Metern der zweithöchste Berg Deutschlands. Er ragt mächtig in den Berchtesgadener Alpen auf. Die Felsformation mit Haupt- und Nebengipfeln wird oft als „Familie Watzmann“ bezeichnet.
Besonders eindrucksvoll ist die 1.800 Meter hohe Ostwand am Königssee. Dort befindet sich auch die Wallfahrtskapelle St. Bartholomä. Wegen der gefährlichen Wand trägt der Watzmann den Namen Schicksalsberg. Mehr als 100 Bergsteiger kamen hier ums Leben.
Drachenfels am Rhein
Der Drachenfels im Siebengebirge bei Köln und Bonn ist schon seit dem 18. Jahrhundert ein beliebtes Ziel. Der Berg ist wegen seiner Burgruine und seiner Lage über dem Rheintal bekannt. Auf den Gipfel führen mehrere Wege sowie die Drachenfelsbahn.
Großer Arber im Bayerischen Wald
Mit 1.456 Metern ist der Große Arber der höchste Berg des Bayerischen Waldes. Am Arbersee bietet sich ein Panorama mit tiefen Wäldern und malerischen Ausblicken. Besucher können zu Fuß oder mit der Arber-Bergbahn den Gipfel erreichen.
Wendelstein mit Kirche und Höhle
Der 1.838 Meter hohe Wendelstein liegt in den Bayerischen Voralpen. Er ist sowohl über die historische Zahnradbahn als auch über eine Seilbahn erreichbar. Auf dem Gipfel steht das Wendelsteinkircherl, die höchstgelegene Kirche Deutschlands.
Ebenso bekannt ist die Wendelsteinhöhle. Im Inneren bleibt es auch im Hochsommer eisig kalt. Schnee liegt oft noch am Eingang.
Rubihorn im Allgäu
Das 1.957 Meter hohe Rubihorn gehört zur Daumengruppe. Wanderungen führen über den Gaisalpsee. Unterwegs gibt es Einkehrmöglichkeiten und Badestellen. Bei guter Sicht bietet sich ein beeindruckendes Alpenpanorama.
Hoher Iseler mit Wasserfällen
Der Hohe Iseler ist 1.876 Meter hoch und liegt bei Oberjoch und Bad Hindelang. Wege führen durch das Naturschutzgebiet der Allgäuer Hochalpen. Kleine Bäche und Wasserfälle prägen die Landschaft. Am Gipfel reicht der Blick weit über die Tannheimer Berge.
Fichtelberg in Sachsen
Mit 1.215 Metern ist der Fichtelberg der höchste Berg Sachsens. Hier befindet sich die älteste Seilbahn Deutschlands aus dem Jahr 1924. In Oberwiesenthal trainierten schon deutsche Olympiasieger. Der Ort ist auch für die Schanzen und die Rodelbahn bekannt.
Wasserkuppe in Hessen
Die 950 Meter hohe Wasserkuppe in der Rhön bietet eine 360-Grad-Aussichtsplattform. Bei klarer Sicht erkennt man den Thüringer Wald und den Spessart. Auf dem Gipfel befindet sich zudem die älteste Segelflugschule der Welt.
Kahler Asten im Rothaargebirge
Der 842 Meter hohe Kahle Asten liegt bei Winterberg im Hochsauerland. Auf dem Gipfel befindet sich eine Wetterwarte, die dauerhaft besetzt ist. Ein Aussichtsturm erlaubt Blicke bis zum Brocken im Harz.
Kampenwand im Chiemgau
Die 1.664 Meter hohe Kampenwand fällt durch ihre gezackte Form auf. Hier steht auch das größte Gipfelkreuz der Bayerischen Alpen. Von oben erkennt man bei klarer Sicht sogar den Olympiaturm in München.
Beliebt ist die Region bei Wanderern, Mountainbikern und Gleitschirmfliegern. Nach den Touren laden bewirtschaftete Almen zur Einkehr ein.
Herzogstand bei München
Der 1.731 Meter hohe Herzogstand gilt als Hausberg der Münchner. Er liegt zwischen Kochelsee und Walchensee. Der Aufstieg dauert etwa vier Stunden und führt über bewaldete Wege. Vom Gipfel reicht die Sicht über die Bayerischen Voralpen bis weit in die Ferne.
Die Vielfalt deutscher Berge zeigt sich in Höhe, Landschaft und Geschichte. Vom Hochgebirge mit Gletschern bis zu Mittelgebirgen mit Bahnen und Wanderwegen – überall warten besondere Erlebnisse. Jeder Berg bietet einzigartige Ausblicke und ein Stück deutscher Natur.
Quelle: Focus