Steigende Preise für sanierte Wohnungen in Dresden und Leipzig
Steigende Preise für sanierte Wohnungen in Dresden und Leipzig, Foto: Pixabay / Lizenz: Pixabay

Der sächsische Immobilienmarkt hat 2024 spürbare Bewegungen gezeigt. Während die Preise für viele Objekte sanken, entwickelte sich ein Segment deutlich gegen den Trend. Besonders sanierte Eigentumswohnungen legten in den großen Städten kräftig zu. Neue Marktdaten zeigen diese Entwicklung klar und ordnen sie in den allgemeinen Verlauf ein, der auch durch sinkende Wohnimmobilienpreise in Deutschland geprägt war.

Inhaltsverzeichnis:

Dresden und Leipzig

Sanierte Eigentumswohnungen waren 2024 in Sachsens Großstädten deutlich teurer als im Jahr zuvor. In Dresden zahlten Käufer im Durchschnitt 6.391 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Das entsprach einem Anstieg um 731 Euro gegenüber 2023. In Leipzig lag der Preis bei 6.315 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 330 Euro.

Damit überholten sanierte Wohnungen die Preise von Neubauten. In Dresden kosteten Neubauwohnungen im Schnitt 5.550 Euro pro Quadratmeter. In Leipzig lagen sie bei 6.000 Euro. Diese Entwicklung fiel in eine Phase, in der auch stabile Bauzinsen eine Rolle bei Investitionsentscheidungen spielten.

Allgemeiner Preistrend

Trotz der hohen Preise bei sanierten Objekten sanken die Immobilienpreise insgesamt. Wohn- und Geschäftshäuser in den kreisfreien Städten waren im Durchschnitt rund 100 Euro pro Quadratmeter günstiger als im Vorjahr. Bauland für den individuellen Wohnungsbau blieb dagegen auf konstantem Niveau.

Die Durchschnittswerte lagen:

  • Dresden und Leipzig bei 300 Euro pro Quadratmeter
  • Chemnitz und die Landkreise bei 100 Euro pro Quadratmeter

Diese Zahlen entsprachen weitgehend dem Vorjahresstand.

Kaufverträge und Umsatz

Der Immobilienmarkt in Sachsen zeigte 2024 erstmals seit 2022 wieder eine positive Entwicklung. Nach rückläufigen Transaktions- und Umsatzzahlen kam es zu einer deutlichen Belebung, vor allem in Dresden und Leipzig. Matthias Kredt, Vorsitzender des Oberen Gutachterausschusses, fasste diese Entwicklung entsprechend zusammen.

In Sachsen wurden rund 38.000 Kaufverträge abgeschlossen. Das bedeutete ein Plus von 8 Prozent im Vergleich zu 2023. Das Niveau von 2021 mit rund 55.000 Verkäufen wurde jedoch nicht erreicht. Diese Entwicklung verlief parallel zu einem Marktumfeld, in dem auch steigende Mieten trotz Mietpreisbremse registriert wurden.

Regionale Unterschiede

In Dresden wechselten rund 4.700 Immobilien den Eigentümer. Das entsprach fast einem Anstieg um 50 Prozent. Darunter befanden sich etwa 3.300 Wohnungen. In Leipzig stieg die Zahl der Kaufverträge um rund ein Drittel auf etwa 5.100, davon knapp 3.800 Wohnungen.

Der Umsatz belief sich auf 2,1 Milliarden Euro in Dresden und 2,4 Milliarden Euro in Leipzig. Zusammen machten beide Städte mehr als die Hälfte des sächsischen Gesamtumsatzes von 8,1 Milliarden Euro aus. Das größte Umsatzplus verzeichnete der Landkreis Nordsachsen mit 66 Prozent und 440 Millionen Euro. Den stärksten Rückgang meldete der Landkreis Mittelsachsen mit minus 25 Prozent und 282 Millionen Euro.

Der Grundstücksmarktbericht wird jährlich vom Oberen Gutachterausschuss am Landesamt für Geobasisinformation erstellt. 2024 erschien die zehnte Ausgabe. Die Publikation liefert detaillierte Daten zur Preis- und Umsatzentwicklung sowie zu Durchschnittspreisen von Grundstücken und Eigentumswohnungen und dient als Orientierung für Branche, Verwaltung sowie private Käufer und Verkäufer.

Quelle: ALLGEMEINE BAUZEITUNG

FAQ

Warum stiegen die Preise für sanierte Eigentumswohnungen in Sachsen 2024?

Sanierte Eigentumswohnungen wurden 2024 in Sachsens Großstädten deutlich teurer, weil sie stärker nachgefragt waren als Neubauten und zugleich in einem insgesamt angespannten Marktsegment lagen.

Wie hoch waren die Durchschnittspreise in Dresden und Leipzig?

In Dresden lag der Durchschnittspreis für sanierte Wohnungen bei 6.391 Euro pro Quadratmeter, in Leipzig bei 6.315 Euro pro Quadratmeter.

Wie entwickelten sich die Immobilienpreise insgesamt?

Trotz steigender Preise bei sanierten Wohnungen sanken die Immobilienpreise insgesamt, da Wohn- und Geschäftshäuser im Schnitt rund 100 Euro pro Quadratmeter günstiger waren als im Vorjahr.

Wie viele Kaufverträge wurden 2024 in Sachsen abgeschlossen?

In Sachsen wurden 2024 rund 38.000 Kaufverträge unterzeichnet, was einem Anstieg von 8 Prozent gegenüber 2023 entsprach.

Welche Regionen erzielten die höchsten Umsätze?

Die höchsten Umsätze erzielten Dresden mit 2,1 Milliarden Euro und Leipzig mit 2,4 Milliarden Euro, zusammen mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes im Freistaat Sachsen.

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