Die Sommermonate bringen für Hobbygärtner nicht nur Erholung, sondern auch wichtige Aufgaben. Hohe Temperaturen und ausbleibender Regen können Pflanzen belasten, gleichzeitig eröffnen sie gute Bedingungen für Aussaat und Pflege. Wer langfristig Freude an seinem Garten haben möchte, sollte drei zentrale Arbeiten im Sommer nicht versäumen.
Inhaltsverzeichnis:
- Kirschbäume im Juli schneiden
- Zweijährige Sommerblumen aussäen
- Bewässerung bei Hitze sichern
- Wichtigste Punkte im Überblick
Kirschbäume im Juli schneiden
Kirschbäume werden direkt nach der Ernte zurückgeschnitten. Das reduziert das starke Wachstum und sorgt dafür, dass sich bis Herbst neue Triebe bilden. Diese tragen bereits im Folgejahr Früchte. Größere Schnittmaßnahmen gelingen im Sommer am besten, da warme und trockene Witterung schnelle Wundheilung begünstigt.
Beim Schneiden gilt:
- Äußere Bereiche der Zweige einkürzen
- Alte oder falsch wachsende Äste entfernen
- Junge Triebe bis drei Jahre stehen lassen
Ein Sonderfall ist die Schattenmorelle. Sie fruchtet ausschließlich am einjährigen Holz. Deshalb erfordert diese Sorte einen jährlichen, besonders sorgfältigen Schnitt.
Zweijährige Sommerblumen aussäen
Einjährige Sommerblumen kommen im Frühjahr in die Erde. Zweijährige Arten wie Glockenblume, Bartnelke, Elfenbeindistel, Natternkopf, Fingerhut und Silberblatt müssen dagegen im Sommer ausgesät werden. Sie entwickeln im ersten Jahr eine Blattrosette, die Blüten erscheinen im zweiten Standjahr. Der Kältereiz im Winter ist notwendig, um die Blüte auszulösen.
Die Samen werden breitwürfig auf lockeren Boden gestreut. Bis zum Herbst sind erste Blätter sichtbar. Über den Winter scheinen die Pflanzen zu verschwinden, treiben aber im Frühjahr erneut aus. Dann bilden sich die Blütenstiele.
Damit im Beet keine Lücken entstehen, empfiehlt sich eine vorübergehende Bepflanzung mit Einjährigen wie:
- Lupinen
- Kornblumen
- Zinnien
- Sonnenblumen
Bewässerung bei Hitze sichern
Der Hochsommer bringt die größte Trockenheit und Hitze. Ohne zusätzliche Bewässerung leidet der Garten sichtbar. Um die Pflanzen zu schonen, gelten klare Regeln:
- Morgens oder abends wässern, um Verdunstung zu verringern
- Weniger häufig, dafür durchdringend gießen
- Automatische Bewässerungssysteme nachts laufen lassen
Töpfe und Kübelpflanzen sollten so lange gegossen werden, bis Wasser unten austritt. Oleander und andere durstige Pflanzen benötigen Untersetzer als Wasserspeicher. Der Rasen muss vor braunen Stellen bewässert werden. Ist er einmal vertrocknet, bringt Nachgießen keinen Erfolg mehr. Auch Gehölze brauchen in langen Trockenphasen Unterstützung, obwohl ihre tiefen Wurzeln normalerweise Wasser finden.
Wichtigste Punkte im Überblick
- Kirschbäume nach der Ernte schneiden
- Zweijährige Sommerblumen rechtzeitig aussäen
- Ausreichende Bewässerung in Hitzeperioden sicherstellen
Wer diese Arbeiten im Sommer erledigt, schafft die Grundlage für einen gesunden und blühenden Garten im kommenden Jahr.
Quelle: Mein Schöner Garten