Im Herbst sammeln sich in vielen Gärten große Mengen an Blättern. Vieles landet noch immer in Säcken oder in der Biotonne, obwohl mehrere einfache Methoden existieren, um dieses Material direkt vor Ort einzusetzen. Laub verbessert den Boden, schützt Pflanzen und lässt sich vollständig in den natürlichen Kreislauf zurückführen. Dadurch entstehen mehrere praktische Lösungen, die ohne zusätzlichen Aufwand funktionieren.
Inhaltsverzeichnis:
- Komposter im Garten
- Laubkörbe aus Draht
- Laubmulch im Ziergarten
- Abdeckung im Gemüsegarten
- Laub für Beerensträucher
Komposter im Garten
Laub sollte im Komposter immer mit stickstoffreichem Material wie Rasenschnitt oder Hornmehl vermischt werden. Diese Mischung sorgt für eine bessere Verrottung. Das weite C-N-Verhältnis der Blätter verlangsamt nämlich den Abbau. Kurze Schichten aus gehäckselten Zweigen halten das Material locker und verbessern die Sauerstoffzufuhr. Ein ähnlicher nachhaltiger Ansatz lässt sich in Themen wie Regenwassernutzung im Garten wiederfinden.
Strukturhilfen
- 1 Teil Rasenschnitt
- 2 Teile Laub
- Optional Kompostbeschleuniger
Nach rund zwölf Monaten entsteht feiner Kompost, der sich gut für Gemüsebeete oder Pflanzflächen eignet.
Laubkörbe aus Draht
Drahtbahnen lassen sich einfach zu offenen Laubkörben verbinden. Handschuhe verhindern Verletzungen an scharfen Kanten.
Die Zersetzung läuft langsamer als im klassischen Kompost, liefert aber hochwertigen, nährstoffarmen Laubhumus. Dieser eignet sich besonders für Pflanzen, die kalkarme Böden bevorzugen. Ähnliche natürliche Anwendungen beschreibt auch Hanf als vielseitige Gartenpflanze.
Vorteile des Laubhumus
- Kalkfrei
- Locker in der Struktur
- Gut für Rhododendren und Erdbeeren
Laubmulch im Ziergarten
Viele Bodendecker wachsen gut durch dünne Laubschichten hindurch. Dazu gehören Storchschnabel oder Schaumblüte. Das Laub zersetzt sich langsam unter der Pflanzendecke und bildet wertvollen Humus. Die Methode ist unkompliziert und benötigt keine zusätzliche Vorbereitung.
Geeignete Pflanzen
- Elfenblumen
- Storchschnabelarten
- Schaumblüte
Abdeckung im Gemüsegarten
Im Herbst liegen viele Beete frei. Eine Laubdecke schützt sie vor Erosion. Damit die Blätter nicht verweht werden, hilft eine Schicht gut verrotteter Rinderdung. Der Mist liefert Stickstoff und beschleunigt die Zersetzung deutlich. Im Spätwinter arbeitet man die Schicht flach ein. Ergänzend zeigt Rasenpflege im Herbst, wie verschiedene Arbeiten sich gegenseitig unterstützen.
Positive Effekte
- Bessere Bodenstruktur
- Mehr Humus
- Stabilere Feuchtigkeitsspeicherung
Laub für Beerensträucher
Himbeeren und Heidelbeeren profitieren stark von einer jährlichen Laubschicht. Als Waldpflanzen bevorzugen sie lockere, humusreiche Erde. Eine Abdeckung von rund zehn bis fünfzehn Zentimetern schützt ihre Wurzeln und verbessert die Wasserführung. Die Pflanzen wachsen dadurch stabiler und bilden stärkere Triebe.
Laub wird so von störendem Abfall zu einer wertvollen Ressource im gesamten Garten.
Quelle: Mein Schöner Garten