Igel beim Fressen im herbstlichen Garten
Igel beim Fressen im herbstlichen Garten, Foto: Pixabay

Mit Beginn des Herbstes tauchen in vielen Gärten Igel auf. Sie suchen Nahrung und einen sicheren Platz für den Winterschlaf. Besonders Jungtiere, die mindestens 500 Gramm wiegen sollten, sind auf zusätzliche Hilfe angewiesen. Wenn das natürliche Futterangebot knapp wird, können Menschen durch eine Futterstelle unterstützen. Entscheidend ist jedoch die richtige Wahl der Nahrung.

Inhaltsverzeichnis:

Ungeeignetes futter wie milch und joghurt

Milch und Milchprodukte sind für Igel gefährlich. Ihr Verdauungssystem kann den Milchzucker nicht verarbeiten. Die Folge sind Durchfall, Blähungen und Darmentzündungen. Deshalb gilt: Keine Milch, kein Joghurt, kein Quark und kein Käse.

Auch Obst und Gemüse gehören nicht auf den Speiseplan. Igel fressen keine Früchte, sondern höchstens die Insekten und Würmer, die sich darauf befinden. Ihr Darm ist zu kurz, um pflanzliche Nahrung zu verwerten.

Nüsse sind ebenfalls problematisch. Ob Walnüsse, Haselnüsse oder Erdnüsse – sie kommen im natürlichen Lebensraum des Igels nicht vor. Auch Sonnenblumenkerne sind ungeeignet.

Fütterung von Igeln
Fütterung von Igeln, Foto: Pixabay

Futterstellen im garten mit europalette

Damit die Tiere sicher fressen können, eignet sich eine geschützte Futterstelle. Empfehlenswert ist:

  • Eine Europalette oder eine umgedrehte Weinkiste
  • Abdeckung mit Dachpappe oder Folie gegen Regen
  • Schwere, flache Schüsseln für das Futter
  • Einmal pro Tag Futter anbieten, am besten abends
  • Reste am Morgen entfernen und Schüsseln mit heißem Wasser reinigen

Zum Trinken bekommen Igel ausschließlich frisches Wasser. Andere Flüssigkeiten wie Milch sind ungeeignet.

Knappes nahrungsangebot im herbst

Ab Mitte September oder Anfang Oktober kann die Zufütterung wichtig sein. Je nach Region wird das Futter in der Natur knapp. Jungtiere haben wenig Zeit, um Fettreserven anzulegen. Ein ausreichendes Gewicht schützt sie vor Unterkühlung und Krankheit im Winter. Wird das nicht erreicht, müssen untergewichtige Tiere oft in menschliche Obhut genommen werden.

Die zusätzliche Fütterung sollte nur bis zu den ersten Dauerfrösten erfolgen. Spätestens wenn Schnee liegt, beenden Igel ihre Nahrungssuche und ziehen sich in den Winterschlaf zurück.

Tipps vom verein pro igel

Der Verein Pro Igel bietet umfangreiche Informationen zur Unterstützung. Auf der Webseite www.pro-igel.de finden Interessierte:

  1. Hinweise zur richtigen Ernährung
  2. Ratschläge zum Umgang mit hilfsbedürftigen Tieren
  3. Checklisten zur Gestaltung igelfreundlicher Gärten

Igelfreundlicher garten mit sieben ideen

Ein naturnaher Garten ist die beste Hilfe. Wer seinen Außenbereich anpasst, unterstützt die Tiere langfristig. Sie finden dort Nahrung, Verstecke und sichere Rückzugsorte. Empfohlen wird unter anderem:

  1. Laub- und Reisighaufen liegen lassen
  2. Hecken als Unterschlupf pflanzen
  3. Auf Pestizide verzichten
  4. Komposthaufen anlegen
  5. Flache Wasserstellen bereitstellen
  6. Gartenzäune igeldurchlässig gestalten
  7. Wilde Ecken nicht vollständig aufräumen

Ein solcher Lebensraum hilft den Igeln mehr als jede kurzfristige Futterstelle. Dadurch können sie eigenständig überleben und bleiben gesunde Wildtiere.

 Quelle: Mein Schöner Garten, YouTube, NatureTec

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