Herbstliche Ernte im Garten
Herbstliche Ernte im Garten, Foto: Pixabay

Der Monat September ist für Gärtner eine Zeit voller Arbeit. Es ist der Moment, in dem Früchte und Gemüse geerntet werden, während gleichzeitig die Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit beginnt. Um den Überblick zu behalten, sind klare Maßnahmen notwendig. Neben dem Ernten gehört dazu auch die Pflege von Boden, Bäumen und Zierpflanzen.

Inhaltsverzeichnis:

Apfelbäume, Birnen und Nüsse

Um den richtigen Zeitpunkt für die Ernte von Äpfeln und Birnen nicht zu verpassen, sollte man den Obstgarten genau beobachten. Die Früchte werden 7 bis 14 Tage vor voller Reife gesammelt. Sobald erste Exemplare von selbst fallen, beginnt die Arbeit. Zuerst werden die größten Früchte gepflückt, danach folgt der Rest.

Im September sind außerdem mittelspäte und späte Zwetschgen reif. Ebenso werden Weintrauben, Brombeeren, wiederkehrende Sorten von Erdbeeren und Himbeeren geerntet. Auch Walnuss und Haselnuss liefern ihre Früchte. Dabei gilt:

  • Walnüsse erst nach dem Herabfallen auflesen
  • Haselnüsse ernten, wenn sie aus den Hüllen fallen
  • Haselnüsse 2 bis 3 Wochen nachtrocknen

Vor der Einlagerung der Ernte ist es wichtig, Lagerräume wie Keller rechtzeitig zu kalken und mit Mitteln gegen Pilzkrankheiten zu behandeln.

Krankheiten an Kirschen, Zwetschgen und Äpfeln

Im Monat können Pilz- und Bakterienkrankheiten sichtbar werden. Betroffen sind Kirschen, Süßkirschen oder Zwetschgen. Krankheiten wie bakterieller Krebs oder Monilia-Fruchtfäule treten deutlich hervor. Bei starkem Befall werden ganze Bäume entfernt, um Platz für Neupflanzungen im Oktober zu schaffen.

Um Schädlinge zu bekämpfen, kommen zusätzliche Maßnahmen hinzu:

  1. An Zwetschgenstämmen werden Wellpappgürtel befestigt, die Larven der Pflaumenwickler abfangen.
  2. Gegen Frostspanner werden im Spätherbst Leimringe angebracht, die das Hochwandern der Weibchen stoppen.
  3. Malinowe Krzewy (Himbeersträucher) werden von befallenen Trieben befreit, um den Himbeergallmücken die Überwinterung zu erschweren.

Gemüse wie Tomaten, Bohnen und Rüben

Die Ernte von wärmeliebenden Pflanzen wie Tomaten, Gurken oder Paprika muss abgeschlossen werden, bevor Frostnächte sie vernichtet. Tomaten können auch unreif geerntet und bei 10 Grad nachgereift werden.

Weitere wichtige Arbeiten:

  • Bohnen und Ackerbohnen für Trockensaat einziehen
  • Zwiebeln für den Winter lagern
  • Wurzelgemüse wie Rote Bete, Möhren, Petersilienwurzel und Sellerie ernten
  • Küchenkräuter wie Liebstöckel oder Bohnenkraut sammeln

Ab Mitte des Monats wird Rosenkohl geköpft, damit die Röschen gleichmäßig reifen. In der zweiten Hälfte des Monats wird Steckzwiebel (Dymka) tiefer und dichter gesetzt als im Frühjahr. Ende September ist die beste Zeit, Rhabarberpflanzen durch Teilung zu vermehren.

Übersicht Gemüsearbeiten im September

Aufgabe Zeitpunkt Hinweis
Tomaten ernten ganze erste Hälfte bei 10°C nachreifen lassen
Bohnen für Trockensaat Mitte September Sträucher mit gelben Blättern
Rosenkohl köpfen bis 15. September sorgt für gleichmäßige Köpfe
Rhabarber teilen Ende September jede Teilpflanze 1–2 Knospen
Zwiebeln setzen 2. Hälfte tiefer als Frühjahrssatz

Zierpflanzen, Lilien und Rasen

Im Ziergarten bringt September noch Blüten von Purpur-Sonnenhut und Rosen. Damit Rosen länger blühen, müssen verblühte Blütenstände regelmäßig entfernt werden. Stauden können jetzt geteilt und umgesetzt werden.

  • Lilien werden ausgegraben und an neuen Standorten wieder eingepflanzt.
  • Gladiolenknollen trocknen und lagern.
  • Begonienknollen mit Fungizid bestäuben und in Torf einlagern.
  • Einjährige Pflanzen nach Samenreife für die kommende Saison ernten.

Rasen wird weiterhin einmal pro Woche gemäht. In der zweiten Monatshälfte ist es günstig, Krokusse im Rasen zu pflanzen. Zusätzlich kann eine dünne Schicht Kompost verteilt werden.

September im Garten bedeutet Abschluss der Sommerperiode. Die Ernte ist umfangreich, gleichzeitig beginnen die ersten Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit. Wer jetzt sorgfältig arbeitet, legt den Grundstein für gesunde Pflanzen im kommenden Jahr.

Quelle: Youtube

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