Investitionen steigen, Neubau bleibt zurück
Investitionen steigen, Neubau bleibt zurück, Foto: pixabay

In Berlin fließen Milliarden in den Wohnungsbau, dennoch bleibt der Fortschritt gering. Steigende Baukosten, Fachkräftemangel und hohe Kreditkosten bremsen den Markt.

Inhaltsverzeichnis:

BBU meldet geringe Neubauzahlen für 2025

Der Verband der Berliner und Brandenburger Wohnungsunternehmen (BBU) erwartet, dass im Jahr 2025 nur rund 5.300 neue Wohnungen in Berlin fertiggestellt werden. Das ist nahezu identisch mit den Zahlen des Vorjahres und deutlich unter dem Niveau von 2022. Der Verband repräsentiert kommunale, kirchliche, genossenschaftliche und private Unternehmen, die etwa 45 Prozent des Berliner Mietwohnungsbestands besitzen.

Trotz dieser geringen Bauzahlen investieren die Mitgliedsunternehmen so viel wie nie zuvor. Für 2025 werden fast 3,9 Milliarden Euro an Investitionen prognostiziert, was einem Anstieg von rund 30 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Mehr als die Hälfte dieser Summe fließt in Neubauprojekte – ein Plus von über 40 Prozent.

Steigende Baukosten
Steigende Baukosten, Foto: pixabay

Kostenexplosion und fehlende Baukapazitäten

Der BBU macht vor allem die steigenden Kosten für die schwache Neubauentwicklung verantwortlich. In den letzten fünf Jahren sind die Preise für den Wohnungsneubau um etwa 50 Prozent gestiegen, während die Instandhaltungskosten noch stärker anzogen. Gleichzeitig hat die Kaufkraft von Baufinanzierungen um ein Drittel abgenommen.

Laut BBU-Vorständin Maren Kern behindern diese Entwicklungen jede Beschleunigung des Baufortschritts. Die hohen Preise verhindern, dass die Investitionen ihre volle Wirkung entfalten können. Zusätzlich wirken Fachkräftemangel und komplexe Genehmigungsverfahren als Bremsfaktoren.

Preise für Eigentumswohnungen und Häuser leicht rückläufig

Der Berliner Gutachter-Ausschuss meldet, dass der durchschnittliche Kaufpreis für eine Eigentumswohnung 2024 bei 5.251 Euro pro Quadratmeter lag. Das entspricht einem Rückgang um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doppelhaushälften waren mit 3.583 Euro pro Quadratmeter günstiger, ebenfalls leicht im Preis gesunken.

Die teuerste Eigentumswohnung wurde in Charlottenburg für rund 8,3 Millionen Euro verkauft, bei einem Quadratmeterpreis von etwa 22.000 Euro. Auch Stellplätze für Pkw verteuerten sich im Schnitt um 1 Prozent, mit einem mittleren Preis von 31.658 Euro. Im Bezirk Mitte erreichte der Höchstpreis sogar 100.000 Euro.

Rückgang bei Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen

Im Jahr 2024 sank die Zahl der Umwandlungen von Miet- zu Eigentumswohnungen in Berlin um 65 Prozent auf 1.552 Einheiten. Die meisten Umwandlungen fanden in Weißensee (253 Einheiten) und Prenzlauer Berg (157 Einheiten) statt.

Eine wesentliche Preisänderung zeichnet sich für 2025 bisher nicht ab. Experten gehen davon aus, dass Immobilien nicht deutlich günstiger werden. Hohe Kreditzinsen und Baukosten bleiben die zentralen Probleme.

Übersicht wichtiger Kennzahlen

Kennzahl Wert 2024 Veränderung zum Vorjahr
Fertiggestellte Wohnungen (BBU) ca. 5.300 ±0 %
Investitionsvolumen (BBU) 3,9 Mrd. Euro +30 %
Anteil Neubau-Investitionen > 50 % +40 %
Ø Preis Eigentumswohnung 5.251 €/m² -1 %
Ø Preis Doppelhaushälfte 3.583 €/m² -1 %
Höchstpreis Eigentumswohnung (Charlottenburg) 8,3 Mio. Euro / 22.000 €/m²
Ø Preis Stellplatz 31.658 Euro +1 %
Höchstpreis Stellplatz (Mitte) 100.000 Euro
Umwandlungen Miet- zu Eigentumswohnungen 1.552 Einheiten -65 %

Quelle:  RBB24

 

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