Finalisten des Nachhaltigkeitspreises Architektur
Finalisten des Nachhaltigkeitspreises Architektur, Foto: pixabay

Die diesjährigen Finalisten des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Architektur 2025 stehen fest. Zehn Projekte – fünf Sanierungen und fünf Neubauten – wurden von der Jury ausgewählt. Sie verdeutlichen, wie vielfältig nachhaltiges Bauen auf ökologische und soziale Anforderungen reagiert. Die Preisverleihung findet am 27. November in Bonn statt, eingebettet in das neue Forum Nachhaltige Architektur.

Inhaltsverzeichnis:

Sanierungen mit gesellschaftlicher und ökologischer Wirkung

Fünf Projekte zeigen, wie verantwortungsvolles Weiterbauen im Bestand gelingt. Sie kombinieren Denkmalschutz, Ressourcenschonung und soziale Integration.

  • München-Pasing: Eine ehemalige Fertigungshalle der Eggenfabrik wurde in ein inklusives Actionsportzentrum umgewandelt. Der denkmalgeschützte Bestand blieb weitgehend erhalten.
  • Darmstadt: Das Ausstellungsgebäude auf der Mathildenhöhe wurde umfassend generalsaniert. Ein integrativer Planungsprozess sicherte den langfristigen Erhalt des Kulturdenkmals.
  • Ingerkingen: Die ortsbildprägende Mehrzweckhalle wurde saniert und erweitert. Entstanden ist ein funktionales Zentrum für die Dorfgemeinschaft.
  • München: Das Sophie-Scholl-Haus in der Studentenstadt erhielt eine energetische und funktionale Modernisierung. Die Nachkriegsarchitektur wurde in ein zeitgemäßes Wohnkonzept für Studierende überführt.
  • Regensburg: Ein Wohnhochhaus aus den 1960er Jahren wurde energetisch saniert und in ein städtebauliches Gesamtkonzept integriert, das auch die Aufwertung des Quartiers umfasst.

Neubauten setzen auf Holz, Recycling und Flächeneffizienz

Auch bei den Neubauten dominiert die ressourcenschonende Bauweise. Holz, wiederverwendete Materialien und flexible Nutzungskonzepte stehen im Mittelpunkt.

  • Meersburg: Der Campus Holzbau Schmäh verbindet ökologische Standards mit regionaler Identität.
  • Wendlingen am Neckar: Ein Parkhaus in Holzbauweise kombiniert zukunftsfähige Mobilität mit multifunktionaler Nutzung.
  • Leipzig: Die Karl Schubert Schule erhielt eine neue Mehrzweckhalle und ein Fachraumgebäude mit flexibler Nutzung.
  • Kassel: Das Suffizienzhaus U10 setzt auf wiederverwendete Baumaterialien und variable Grundrisse für kostengünstigen Wohnraum.
  • München: Mit „Unser Gartenhaus – Haus ohne Zement“ verwirklichte Florian Nagler einen experimentellen Holzbau nach Prinzipien des einfachen Bauens.

Übersicht der nominierten Projekte

Kategorie Projekt Ort Architekturbüro Bauherr
Sanierung Actionsportzentrum München-Pasing Behnisch Architekten Landeshauptstadt München
Sanierung Ausstellungsgebäude Mathildenhöhe Darmstadt schneider+schumacher Wissenschaftsstadt Darmstadt
Sanierung Mehrzweckhalle Ingerkingen Atelier Kaiser Shen Architekten Gemeinde Schemmerhofen
Sanierung Sophie-Scholl-Haus München bogevischs buero architektur & stadtplanung gmbh Studierendenwerk München Oberbayern
Sanierung Wohnhochhaus Regensburg studiomolter Stadtbau-GmbH Regensburg
Neubau Campus Holzbau Schmäh Meersburg Klingelhöfer Krötsch Architekten PartGmbB Schmäh Immobilien GmbH
Neubau Holzparkhaus Wendlingen am Neckar herrmann+bosch architekten Stadt Wendlingen am Neckar
Neubau Karl Schubert Schule Leipzig Kersten Kopp Architekten Karl Schubert Schule Leipzig e.V.
Neubau Suffizienzhaus U10 Kassel foundation 5+ architekten Baugruppe U10
Neubau Unser Gartenhaus – Haus ohne Zement München Florian Nagler Architekten GmbH Florian Nagler

Jury mit breiter Fachkompetenz

Über die Auswahl der Finalisten entschied eine unabhängige Jury aus Architektur, Forschung, Verwaltung und Baukultur. Mitglieder waren unter anderem Wiebke Ahues, Martin Haas, Vera Hartmann, Prof. Thorsten Helbig, Prof. Dr. Maren Kohaus, Markus Lehrmann, Reiner Nagel, Gabriele Pfründer, Elise Pischetsrieder, Prof. Matthias Rudolph und Juryvorsitzender Prof. Amandus Samsøe Sattler.

Preisverleihung in Bonn und Präsentation in Düsseldorf

Die Gewinner werden am 27. November 2025 in der Bundeskunsthalle Bonn ausgezeichnet. Die Veranstaltung findet erstmals im Rahmen des Forums Nachhaltige Architektur statt. Am 4. und 5. Dezember werden Finalisten und Sieger zusätzlich bei der Gala des Deutschen Nachhaltigkeitspreises in Düsseldorf vorgestellt.

 Quelle: Deutsche Bauzeitung

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